Das Corona Gespenst und der Lockdown im November 2020

Corona macht 2020 einfach absurd. Gefühlt ist seit Monaten Anfang März, doch irgendwie ist das Jahr auch schon wieder fast vorbei. Die Tage ziehen sich wie Kaugummi und gleichzeitig rasen Wochen und Monate wie Minuten an einem vorbei, ohne, dass man sie wirklich wahrnimmt. Es ist ein bisschen, als wäre man so ein Zuschauer beim Rennsport. Man sitzt rum und schaut, wie alles an einem vorbeirast.

Wie ist mein Leben momentan?

Sehr ambivalent. Wenn mich jemand fragt, wie ich mich fühle, dann fällt mir auch kein anderer Begriff ein. Corona 2020 ist ein bisschen für mich als wäre ich in statonärer Behandlung und sehe andere Patienten, die unter Depressionen leiden und sage mir:

Ach, so schlimm ist es nicht. Was mache ich hier überhaupt, wenn es anderen so viel schlechter geht als mir? Ich nehme jemand anders nur den Therapieplatz weg, der die Behandlung viel nötiger hat als ich.

Ja, Corona und Psyche ist ein großes Thema, über das ga nicht so viel öffentlich geredet wird. Und irgendwie kann ich es nachvollziehen. Aber ich befürworte es nicht. Denn steigende Zahlen im Bereich häusliche Gewalt während des ersten Lockdowns sprechen für sich.

Was macht Corona mit mir, mit uns?

Ich möchte nicht toxisch positiv alles Negative verdrängen, im Gegenteil: Ich will zulassen, was mich bedrückt. Die Menschen um mich herum, die mit ihrer wirtschaftlichen Existenz oder Depressionen zu kämpfen haben. Und ich hatte auch Phasen, da habe ich mich scheiße ernährt, nicht genug bewegt oder daheim Sport gemacht, ich habe prokastiniert, bin nicht weitergekommen, war orientierungslos. Und daran gibt es nichts schön zu reden.

Und auch gerade ist es fast 12 Uhr, ich sitzte am Laptop, neben mir 2 Smartphones, ein Ipad, ich habe bislang nur einen Punkt auf meiner Liste abgearbeitet und es kamen 5 hinzu. Dementsprechend fühle ich mich doof. Eigentlich wollte ich heute Story drehen, aber naja, ich habe zwei Pickel am Kinn und ja, Skin Positivity und so, aber ich fühle mich hässlich. Ich würde gerne Menschen in Bremen, Hannover, Hamburg besuchen, aber das geht nicht. Ja, es ist nicht leicht. Will ich morgens überhaupt aufstehen, eine Orange frühstücken oder einfach den ganzen Tag Oreos essen, ja, die sind ungesund, aber vegan.

Momentan dreht sich auch bei mir munter das Gedankenkarussel. Ich habe ein Buch geschreiben, das ich gerade illustriere und überarbeite, das ist viel mehr Arbeit als gedacht, ich denke nach darüber, ob ich Youtube wieder anfange oder stattdessen einen Podcast beginne, weil meine Stimme so gut ankommt. Das sind alles Entscheidungen, die ich momentan treffen muss, Aufgaben, die ich erledigen muss und ja, es ist nicht immer einfach. Aber ich muss eben nicht alles, was auf der Liste steht, sofort machen. Ich kann auch mal, wenn wirklich gar nichts geht, den Laptop zur Seite packen.

Und ich darf mal Disney+ und Kekse statt Zitrusfrüchten und Workout machen, solange ich täglich ein bisschen Bewegung habe. Momentan kann eine beschissene Zeit sein oder eine, in der ich mich selbst ein bisschen besser kennenlerne und vielleicht auch Dinge ausmisten oder mehr machen kann, wo ich für mich herausfinde, was mir wichtig ist und was unnötig.

Ich entscheide, was ich daraus mache, was diese Zeit für mich ist und wie ich diese Zeit zu einer Zeit machen kann, die mich glücklich macht.


Corona hängt wie eine schwarze Wolke über dem Gemüt von vielen Menschen derzeit. Aber du hast all die Möglichkeiten, diese Zeit für dich zu einer wertvollen Zeit zu machen.Corona hängt wie eine schwarze Wolke über dem Gemüt von vielen Menschen derzeit. Aber du hast all die Möglichkeiten, diese Zeit für dich zu einer wertvollen Zeit zu machen.

Corona hängt wie eine schwarze Wolke über dem Gemüt von vielen Menschen derzeit. Aber du hast all die Möglichkeiten, diese Zeit für dich zu einer wertvollen Zeit zu machen.





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