“Taschen aus Apfelleder? Wie geht das denn?”
Das war die meist gestellte Frage, die mich von Freunden, Bekannten und Verwandten zu Nuuwai erreichte vor meinem Interview in Hannover vor einigen Wochen. Getroffen haben wir uns im Earth and Sky Shop nahe der Markthalle, ein Green Concept Store, in dem es auch die veganen Taschen und Accessoires ab 50 Euro zu kaufen gibt.
Wie geht das mit dem veganen Leder?
Leder aus Ananas war mir persönlich ja schon länger ein Begriff, aber eben auch nur, weil ich mir öfters mal als Veganerin Artikel zu Lederalternativen für Schuhe und Taschen reinziehe. Zu der Frage, woraus nun das Apfelleder besteht, will ich Gründerin Svenja Detto in diesem Interview gar nicht befragen. Das ist kurz und bündig genug auf der Website ihres Labels erklärt.
Wie kommt man auf diese Idee?
Aber wie kommt man denn dann darauf, vegane Taschen aus eben diesen Material herzustellen? Sie selbst ist eben überzeugte Veganerin und suchte selbst als Kundin nach einer Alternative. Im Voarbendprogramm hörte sie dann auch von dem Material Apfelleder und suchte nach Herstellern, die mit diesem Material arbeiten, wurde aber nicht fündig. Also gründete sie kurzerhand selbst ein Label für nachhaltige, vegane Taschen, da keiner dieses Material bislang nutzen. Da Svenja möchte, dass auch Studenten sich auch ihre Taschen leisten können, ist eine faire Produktion und dazu noch die teureren Grundmaterialen ein Drahtsaalakt. Die Apfelreste zur Herstellung des Apfelsleders stammen aus Südtirol. Das Material lässt sich vielseitig verändern durch Prägung.
Was kommt so in nächster Zeit auf uns zu?
Für die Zukunft plant das Label auch mehr im Bereich unisex zu produzieren. Bereits seit kurzen ist ein Rucksack in verschiedenen Größen erhältlich und auch andere Accessoires wie Gürtel oder eine Lederjacke in Planung. Ich hoffe persönlich ja auf einen veganen Wickelgürtel… Neu sind auch Farben wie Dunkelblau in Glattlederoptik, Kobalt, Taupe und Millenial Pink. Auch neue Modelle wie ein Shopper oder eine Crossbody Bag sind erhältlich. Insgesamt möchte Svenja aber weg von dem Saisongeschäft und lieber Limited Editions durch z. B. Farben schaffen.
Wer sich nun denkt, dass dieses Label cool ist und sich fragt, was er noch in Sachen Nachhaltigkeit und Mode tun kann, sollte sich in den nächsten Tagen auf nonsoloamore.net umschauen. Dort werde ich auch noch einmal ausführlicher das Thema Alternativen zu Leder und Co. behandeln.
“Wir können da doch eh nichts machen!”
Für mich sind vor allen Dingen nachhaltige Accessoires ein Anliegen, denn anders als vielleicht eine Größe 36 ist es eben für Plussize nicht ganz so einfach, einen schönen Pulli zu bekommen, der nachhaltig produziert ist. Ich meine, wir freuen uns überhaupt erst einmal, wenn es nicht aussieht wie ein Kartoffelsack. Aber Schuhe, Accessoires -die gibt es auch in nachhaltig und fair produziert. Ich habe jetzt seit Herbst keine neuen Schuhe gekauft und trage eh immer eine handvoll Paar auf. Als nächstes sollen vegane Sneaker eines Labels kommen.
Und statt 10 Taschen von H&M oder einem anderen Fast Fashion Label möchte ich ür meinen Teil dieses Jahr in einen Rücksack von Nuuwai investieren. Oder einen Shopper. Ich habe mich noch nicht ganz entschieden.







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