Fatshaming und Missverständnisse – mein Alltag mit Kooperationen (ein bisschen Realtalk und das, worüber die meisten nicht reden möchten)

Entschuldigen Sie bitte, aber wir möchten mit unserer Brand nicht einen ungesunden Lebensstil unterstützen. Sollten Sie vorhaben, auf eine gesunde Größe abzunehmen, können Sie sich dann gerne mit uns wieder in Verbindung setzen.

Das stand Wort für Wort so in der Mail eines veganen Schuhherstellers, dessen Team ich auf der Fashionweek 2019 getroffen hatte und bei denen es ganz anders noch hieß auf der Fashionweek, Gedächtnisprotokoll

Nein, auf jeden Fall wäre es total super, wenn wir mit dir arbeiten. Uns ist auch egal, weilche Followerzahl hast. Du bist so eine tolle Persönlichkeit und hast die richtige Message für unser Unternehmen. Ich meine, egal, welche Kleidergröße – Schuhe braucht man ja immer.

Nun ja, anscheinend war es dann doch nicht so berauschend. Im Grunde genommen ist das Bloggen und damit Geld verdienen etwas, was ich sehr gerne tun würde, aber viele Unternehmen, mit denen ich arbeiten möchte, reflektieren mir: Ich bin zu fett. Und das ist nur eines von vielen Problemen.

Das ist doch keine Arbeit.

Neben diesen Blog schreibe ich auch für nonsoloamore.net. Und diese Texte zu schreiben, Fotos zu machen, Konzepte zu formulieren … und dann wird das Ganze doch nichts? Das habe ich oft erlebt. Viele Menschen denken, Influencer halten einfach ein Ding in die Kamera und damit ist es getan. Aber guckt doch bitte mal bei englischsprachigen Youtubern wie Mango Street, bei coolen Instagram Leuten wie Funnypilgrim – sie produzieren aufwendige Fotos oder Werbesspots innerhalb ihrer Youtubevideos. Und es ist ja nicht nur das, es ist Mailverkehr, Entwürfe, Feedbackketten, auch Dinge wie Bildunterschrift und Texte oder SEO müssen besprochen werden. Und ich bin immer wieder faziniert, wie Unternehmen anscheinend glauben, das fällt alles vom Himmel.

Würden sie eine solche Werbung bei einer Werbeagentur bestellen, da sind 20000 Euro Taschengeld. Influencer machen oft diesen Job einer Werbeagentur in Personalunion oder in einem kleinen Team, da wird bei jedem Euro geknausert. Und leider habe ich auch in Gespräch mit Fotografen von ähnlichen rfahrungen gehört.

Ist das das Monster, das wir mit Social Media geschafften haben? Weil wir gratis Unterhaltung bieten, denkt man, dass wir keinen Wert haben? Und das Problem ist: Jeder, der durch Merchandise, eigenes Unternehmen, Steady, Patreon versucht sich zu monetarisieren, der bekommt das ein oder andere Problem.

(Ab jetzt entschuldige ich mich für jeden Rechtschreibfehler, Wer ihn findet, darf ihn behalten, denn es ist Montagmorgen und die Haustechnik fummelt grad in norddeutscher Manier an unseren Kochfeldern und unserem Spiegelschrank im Badezimmer rum.)

Unternehmen zwingen gerade dazu, zu manipulieren.

Sobald du nur ein Interview anfragst, heißt es oft: Zahlen her.

Wir finden dich cool, aber unter xyz Likes haben wir leider kein Budget.

Meistens muss man um jeden Euro kämpfen. Deswegen mache ich auch so selten Kooperationen. Die meisten Unternehmen sind nicht begeistert von 200 Likes oder 300 bis 1000 Storyviews oder wollen erst einmal gratis Werbung mit Tracking Link, damit man sieht, was ich wert bin.

Ganz ehrlich: Ich kann sie verstehen, die das nach 5 Minuten schwupp 1000 Likes aus dem Ausland haben, die in Kommentar- und Likegruppen auf Telegram oder mit Hashtaggruppen ihre Kommentare und Likes und so Reichweite pushen, Follow Trains machen oder eben auch gerne einkaufen gehen.

Denn es geht um Zahlen, Zahlen, Zahlen. Da kann ich noch so viel Expertise und Charisma mitbringen. Kooperationen habe ich hauptsächlich, weil Menschen von Unternehmen mich simpathisch finden und ihnen dann doch Brandfit oder das persönliche wichtiger ist. Und mir ist eben auch wichtig:

  1. Jedes Unternehmen, dass ich empfehle für Geld, möchte ich unterstützen können.

  2. Ich möchte Produkte/ Dienstleistung vorher testen können und im Zweifelsfall auch eine Kooperation absagen, wenn mir das Produkt nicht zusagt.

  3. Ich möchte mit Unternehmen Kooperationen machen, deren Werte ich vertrete.

  4. Ich möchte Kooperationen mit Unternehmen machen, mit denen ich mir vorstellen kann, langfristig über Jahre zu arbeiten.

Manipulation ist trotzdem scheiße.

Trotzdem heiße ich Manipulation nicht gut, denn ganz ehrlich: Man sieht sie. Ich habe beruflich aktuell und auch in der Vergangenheit für Unternehmen geprüft, wer real ist und wer fishy Maipulation ist nicht grundsätzlich ein Ausschlusskriterium, das gebe ich offen zu, aber ein Thema, das leider sehr unter den Tisch gekehrt wird: Es gibt den ein oder anderen größeren oder kleineren Influencer, der einen harten Rückschlag erlitten oder ganz geschmissen hat, weil sie vom Unternehmen bei Manipulation erwischt wurde und dann Geldstrafe zahlen durfte.

Ja, man redet oft über Erfolg, aber nicht über Leute, die scheitern, Schulden haben, die keinen Bock mehr haben auf die Scheiße und auch nur wenige machen Realtalk. Aber leute, seien wir doch ehrlich: Es ist 2021 und wir sollten aufhören, uns zu belügen.


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Brand Fit? Nein danke.

Eine Sache, die mich dann doch immer wieder fasziniert hat: warum gibt es eigentlich so viele Unternehmen, die eine ganz klare Positionierung und eine ganz klare Zielgruppe haben und dann so bei der Auswahl der zur ihrer Zusammenarbeit gewählten Blogger oder Influencer verkacken?

Ein gutes Beispiel war eine große Drogerie Beauty Marke, die mit einer sehr großen deutschen Youtuberin zusammengearbeitet hat, die der Namen nach was mit Beauty zu tun hatte, aber in der Praxis diese Marke nicht mit dem Arsch an war und dann einen einzelnen Post machte, der verloren und deplatziert wirkte. Oder einfach eine vegane Marke, die mit einer Bloggerin zusammen arbeitet, die auch gerne und das offen Pelz trägt und darüber 2 Posts vorher schwärmt.

Ich glaube, ein sehr großes Problem ist eben auch neben Influencer Marken, die sowieso mit fast jedem zusammenarbeiten, dass viele Unternehmen das auf Plattformen outsourcen und man sich dort bewerben kann. Dann wird einmal rüber geguckt über die Zahlen und nicht so wirklich über den Inhalt. Ich persönlich empfehle jeden Unternehmen, dass sie ihr Geld investieren und nicht versuchen wollte möglichst billig herunter zu handeln, sondern Stadt in besonders geile Zahlen in besonders passende und langfristige Zusammenarbeit investieren. In jemand, der in seinem Bereich vielleicht auch Ahnung hat. Der vielleicht zum Thema Mode ein Buch über das Thema Fashion gelesen hat und die Schnitte kenne, die allgemeinen Trends kennt und dazu etwas schreiben oder sagen kann, vielleicht auch die modische Geschichte kennt, wie es dazu kommt, dass diese Art von Schuhe entwickelt wurde. Oder weiß, wie die Mascara entwickelt wurde, was so spannend an diesem Urlaubsland ist.

Und da kommen wir wieder zu dem großen Teil der Arbeit, der nicht gesehen wird: die Vorbereitung und die Fähigkeit, dass wir eben nicht nur das Ergebnis sehen, sondern auch die Arbeit dahinter. Und jemand, der gut mit einem Unternehmen zusammen arbeitet, der wird nicht einfach nur ein Ding in die Kamera halten oder die Kamera in eine besonders schöne Location halten, der wird auch eine spannende Geschichte dazu entwickeln und erzählen. Dafür kannst du Geld ausgeben als Unternehmen, denn Menschen in Werbeagenturen sind und bleiben leider da deutlich teurer für dieselbe Arbeit.

Und ich glaube, dass ein großer Punkt auch ist: was möchtest du eigentlich erreichen? Viele Unternehmen haben überhaupt keinen Plan, warum sie eigentlich überhaupt Werbung machen wollen oder mit Influencer zusammenarbeiten wollen. Wenn Du langfristig und dauerhaft ein Werbeeffekt erzählen willst, dann ist es tatsächlich noch immer besser, mit einem Blog zusammen zu arbeiten und dann Dach dieser Blog auch einen vierstelligen Betrag für einen Blogpost kosten, wenn er gute Zugriffszahlen hat.

Dieser Blogpost bringt dir schon halbes Jahr oder 1 Jahr oder 2 Jahre je nach Absprache immer weiter Traffic und kann auch noch dadurch geputzt werden, dass man das ganze einfach oder mehrfach auf Pinterest postet. Ich habe von vielen Unternehmen, die das Game verstanden haben gehört, dass sie eigentlich hauptsächlich lieber mit jemanden mit Blog und Pinterest als mit Instagram oder Tiktok arbeiten möchten, weil sie lieber 2000 Euro für Jahre von guter Werbung haben als nach zwei Wochen nicht mehr beim Instagrammer präsent zu sein. Wär dann doch die Zielgruppe hat für Instagram, der sollte dann doch lieber gucken, aber nicht vielleicht eine Jahreskooperation mit jemanden machen möchte, damit man immer wieder in Gedächtnis gerufen wird.

Bitte nicht so viel Individualität.

Gerade im Bereich Mode habe ich oft zu hören bekommen, das ist doch ein bisschen zu viel sei, ob ich mir bitte die Haare etwas natürlicher färben könnte oder zumindest retuschieren, dass ich aussehe wie Uschi von nebenan. Eine Bekannte aus dem Bereich Modeln meinte zu mir auch, dass sie auf das Gefühl hat, dass das Thema Mode auf Instagram sehr oft gleichgesetzt wird mit: Influencer sind Models auf Social Media. Die müssen dasselbe können. Sind aber günstiger. Und Medienproduktion und Model in Personalunion. Das ist der Grund dafür, dass sie weiterhin klassisch als Model arbeitet und kein Interesse daran hat, dass sie sich selbst die Arbeit wegnimmt dafür, dass sie weniger bezahlt bekommt.

Ein Tipp, den ich sowohl von ihr als auch von vielen anderen Menschen da draußen bekommen habe und den ich leider immer wieder lächeln zu und auch mit einem weinenden Auge ablehnen musste ist: „geh doch nach Großbritannien, geh doch in die USA.“ und reden wir nicht um den heißen Brei herum: auch ich habe schon im Bereich Mode gesagt bekommen auch bei großen Größen, dass ich zu dick sei und dass sie lieber eine Größe 42 haben wollen, die die Kleidung trägt und dabei super schlank und hübsch und vital aussieht und dass ich einfach ohnehin zu exzentrisch bin mit meinen Haarspitzen in einer anderen Farbe als Naturhaarfarbe.

Und ich bin ganz ehrlich: das ist auch okay. Wenn ich einer Marke nicht gefalle dann geht die Welt nicht unter. Dann passe ich vielleicht nicht als Model oder Werbeträgerin zu diesem Unternehmen. Und es ist super gut, wenn ein Unternehmen für sich sagt: ich habe halt ein konservatives Frauenbild und ich möchte er die blonde oder brünette Größe 42 als dich dunkelhaarige Größe 48/50. Und da stehe ich dann auch vor dem Dilemma: ich hatte sonderbaren Kontakt so vielen amerikanischen Labels, aber sie liefern eben nicht nach Deutschland und sie finden mich als Person ganz toll, aber warum sollten Sie mit mir zusammenarbeiten, wenn sie gar nicht hierher verschiffen?

Ich habe es eigentlich im Grunde genommen schon in ihren ganzen Absatz gesagt: ich bin nicht Model genug, ich bin nicht genug weiße Leinfläche. Icg bin zu bunt und zu meinungsstark und das muss ein Unternehmen definitiv mögen. Und das ist vollkommen okay. Ich persönlich finde es sehr schwierig, dass es im Grunde genommen immer bei den Diskussionen aufklapphaus oder auch im Allgemeinen bei Social Media immer um Wachstum, Wachstum, Wachstum geht. Ist es nicht auch eine Positionierung, wenn du sagst: ich lebe halt vegan und deswegen will ich nichts mit Pelz oder Honig oder Wachs drin oder Wolle bewerben?

Insbesondere, wenn du jetzt als Leser ein Unternehmen bist, dann sollte es dir am Ende des Tages um deine Kunden gehen und nicht wie viele Likes du auf deine Bilder bekommst. Und ich persönlich habe auch festgestellt durch all diese Wechsel von Algorithmus in den letzten Jahren, von der Zeit 2016 wo ich einfach auf jedes Bild 3000 Likes bekam bis heute, wo es dann auch mal zweistellig bleibt, das ist mir inzwischen viel viel wichtiger ist, welche Art von Nachricht ich nach draußen verbreite, ob ich damit leben kann, was ich schreibe, dass ich mit Fachliteratur prüfe, über welche Themen ich frage und dass ich keinen Bullshit schreibe.

Lieber Kellnern oder Putzen?

Ich erinnere mich an einen Youtube Workshop 2017, da gab es vom Technik Youtuber Alexi Bexi auf die Frage “Wie wird man Youtuber?” die Antwort: “Lern erstmal einen vernünftigen Beruf.”

Und ich gestehe: Ich bin ehrlich gesagt etwas hin- und hergerissen. Einerseits gehe ich im Zweifelsfall lieber Kellnern, bevor ich meine Arbeit zu einem Stundenlohn von 2 Euro oder für Gratiskram verkaufe, denn wenn ich Social Media mache, ist das auch meine Arbeitszeit und in der Arbeitszeit kann ich kein Geld verdienen. Da gehe ich lieber einen Job nach, wo ich Geld verdiene und genieße meine Freizeit. Und ja, ich habe auch schon für 10 Minuten Arbeit mal dreistellig verdient, weil ein Unternehmen da Arbeit von mir wollte, die schnell ging. Dementsprechend denke ich: Ich arbeite, um davon zu leben und ich lebe nicht zum arbeiten. Ich bin mir meiner Sterblichkeit bewusst, meine Zeit ist begrenzt und deswegen möchte ich sie mit Dingen füllen, die mir gut tun.


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Und für alles nur wegen des Geldes zu werben, das möchte ich nicht, das bin ich nicht.

Ein Lichtblick – es st nicht alles schlecht, schlecht, schlecht

Wer jetzt noch immer dabei ist: ich habe jetzt sehr viele negative Beispiele genannt und sehr viel über Dinge geredet, die leider oft nicht den Platz finden in einem Geschäft, wo man eigentlich alles Negative ausblendet und nur das Positive und den Erfolg zeigen möchte. Aber natürlich gibt es Freundschaften, langanhaltende Kooperationen und auch einfach Unternehmen, die ich total gerne mag und die dann von sich aus auf mich zu gegangen sind für Kooperation und so viele positive Beispiele. Aber ich muss auch einfach ehrlich sagen: so etwas ist nicht dadurch entstanden, dass ich gesagt habe: 5000 € auf dem Tisch und dann passt das oder das Unternehmen gekommen ist und gesagt hat: wir haben keine Ahnung was du machst, aber sie finden cool, dass du so eine große Reichweite hast. Nein, es kam oft dadurch zustande, dass diese Unternehmen auch meinem persönlichen Interesse entsprechen.

Ich habe auch von vielen anderen Leuten sei es nun auch irgendeiner Social-Media-Plattform oder eben mit Block gehört, das ist eigentlich das beste ist, wenn man sich hinsetzt und ein paar nette E-Mails schreibt, eine PDF vorbereitet, Shootingprojekte vorstellt und vielleicht auch schon passend zu einer Reise, natürlich ist momentan nicht möglich, ein paar Bilder und Locations vorbereitet, wo man dann Fotos machen kann, damit der Kunde sich vorstellen kann, wofür gebe ich jetzt mein Geld aus.

Leider gehört auch immer wieder zu unserer Arbeit dazu als Blogger zu sagen: es ist nicht alles Luft und Liebe, das hier entsteht jetzt nicht innerhalb von fünf Minuten, das braucht schon ein paar Stunden. Und ich brauche auch die Zeit, um Bilder zu retuschieren, ich brauche auch Zeit zurück Herrscher, wo ich gut Fotos machen kann und leider gehört dann auch dazu, Locations vorzubereiten und Mails zu schreiben und sich abzustimmen und eventuell einen Fotografen mit ins Boot zu holen….

Es ist sehr viel Arbeit und kommt sehr wenig dabei raus und das, was dabei rauskommt, wird auch wieder reinvestiert darin, dass man sich technisches Equipment kauft, ne neue Kamera gekauft, einen neuen Laptop zum Bilder bearbeiten oder retuschieren kaufen. Letztes Jahr war es ja mein Tablet zum Zeichnen, was ich mir gegönnt habe.

Du kannst gerne in die Kommentare schreiben, dass deine persönlichen Erfahrungen sind oder deine Anekdote mit uns teilen. Bitte bleibt fair. Ich möchte nicht, dass Ihr Unternehmen verunglimpft werden oder einzelne Influencer. Wir sind alle erwachsen, also lasst uns bitte erwachsen miteinander diskutieren über dieses Thema. Weil ich finde, dass ist viel zu wichtig ist, wie viel Arbeit hinter Social Media steckt als dass man da andere Leute foppen muss.

Und auch, wenn all dieser Inhalt jetzt sehr entmutigend klang: es ist alles gut, denn es wird da draußen Unternehmen geben, die mit dir zusammenarbeiten. Auch wenn du nicht die größte Reichweite, auch wenn du einen sehr engen Themenkreis hast. Ich finde beispielsweise Clubhouse, so kontrovers diese App diskutiert wird, ist ein schöner Ort, um neue Menschen kennenzulernen, die sich in vorstellungs Räume vorstellen und wo man dann einfach die Leute, die du interessant findest, einfach auf Instagram anschreiben kannst. Und ich für meinen Teil habe eine Presseausweis, das heißt ich kann natürlich Presseanfragen machen, Pressematerialien einfordern, unter normalen Umständen auf Messen gehen und mich informieren und Kontakte knüpfen, um dann auch zu berichten. Und deswegen empfehle ich dir: es gibt nicht nur diese eine App, die es momentan für Apple gibt. Es gibt Meetup, es gibt Netzwerk Social-Media-Plattformenwie Linkedin, Xing, aber es gibt auch Online Netzwerk Events.

Mit Kooperationspartnern ist es ein bisschen wie in der Liebe: Du musst viele Frösche küssen, um vielleicht den Prinzen zu finden für dich oder ein paar Prinzen mehr als nur einen. Zum Glück ist das Gute an dem Bloggerdasein: Du musst nicht monogam deine Kooperationen machen.


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Liebe Unternehmen, das könnt ihr tun

Ich rede nicht lange um den heißen Brei herum – als Unternehmen kannst du auch einige Dinge tun, um professionell und fair mit Bloggern oder Influencern zu arbeiten.

  • Bitte per Email – ich hab wirklich schon haarsträubende Geschichten erlebt, dass Menschen mich unbedingt für eine Zusammenarbeit wollten und als ich dann bat: “Bitte per Mail, ich krieg hier teils mehrere 100 Mails am Tag”, da kam dann gar nichts mehr. Auch ich muss mich daran halten und Unternehmen für Presseanfagen oder Kooperationsangebote per Mail anschreiben, deswegen mach das auch bitte per Mail

  • Keine Copy Paste Mails – Sorry Leute, “Hallo Selbstliebe Blogger!” landet bei mir direkt im Papierkorb

  • Recherchiere vorab, ob der Influencer thematisch passt und was du möchtest. Du kannst von der Beauty Instagrammerin keine perfekten Essensfotos erwarten und von der Foodyoutuberin kein krasses Fashion Fotoshoot. Bitte überleg dir vorab, was du möchstest.

  • Welche Art von Werbung möchtest du? Instagram kannst du langfristig nur mit Werbung bespielen über Quartals oder Jahreskooperationen, ansonsten sieht den Beitrag in 3 Wochen kein Mensch mehr. Wenn du für ein bestimmtest Event oder eine Aktion werben willst, ist Instagram gut geeignet, z. B. eine Limited Edition, eine Spendenaktion, ein Release einer neuen Produktlinie oder ähnliches. Willst du langfristig werben, lohnt es sich ggf. eher, mit Youtubern, Bloggern und Usern, die Pinterest nutzen, zu arbeiten.

  • Kategorischer Imperativ bitte auch in Sachen Bezahlung: Möchtest du einen gratis Lippenstift für 8 Stunden Arbeitsaufwand bekommen oder lieber einen gerechten Stundenlohn für deine Arbeit? Ja, dann behandle bitte auch dein Gegenüber so. Statt 20 Influencer mit Gratiszeug abzuspeisen, deren Gegenleistung dann eher maue Bilder von der Wohnzimmer- oder Garagenwand sind, nimm doch bitte etwas Geld in die Hand und arbeite mit drei Leuten, die zu dir passen, tolle Bilder machen und dir vielleicht dann auch noch Werbebilder zur Verfügung stellen.




2 Antworten zu „Fatshaming und Missverständnisse – mein Alltag mit Kooperationen (ein bisschen Realtalk und das, worüber die meisten nicht reden möchten)“

  1. Geiler als Oli pocher, weil auch besser. Und das ist halt das ding, du mobbst hier niemanden… 👍👍👍👍💪

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  2. So cool, wie offen du über das Thema sprichst. Das beweist dass du echt Eier hast. Nutzt du WordPress für den Blog?

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