The biggest Loser 2021 – Zickereien und Show – Folge 2

Vorab: Jona und ich gucken uns nicht nur die Folgen im T an, sondern verfolgen auch die Instagram und Facebook Aktivitäten von The Biggest Loser. Und es gibt ein OnlneFormat mit der Lucky Loser Gruppe, auch das haben wir uns angesehen.

Auf Facebook gab es bislang 2 Rezepte: 1x ein Tunfisch Wrap, den wir natürlich veganisiert haben.


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Und eine Tomatenuppe mit Croutons. Die beiden Rezepte sind recht einfach und ich denke für eine Zielgruppe, die bisher noch nicht viel Erfahrungen mit dem Kochen mit frischen Zutaten hat, sind sie ein guter Einstieg. Wir fanden beide geschmacklich nicht spektakulär, aber solide. Allerdings sind Thunfisch Wraps ohne Thunfischgeschmacklich nicht so ganz vergleichbar mit unserer veganen Variante.


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Die Workouts haben wir auch ausprobiert. Sie waren einfach und leicht verständlich. Allerdings sind die Übungen nichts für Menschen, die schon etwas länger im Training sind, um richtig gefordert zu werden.

Folge 2 beginnt dem Einspieler, indem Ramin Abtin sagt: “Allen euren Aussehen erklären wir jetzt den Krieg”. Was schon irgendwie komisch klingt und sehr transportiert. So wie ihr ausseht seid ihr nicht gut. Die Drill-Mentalität von Abtin wird anhand dieser Aussage sehr deutlich. Diese Aussage ist nicht wirklich bodypositive, aber vor allem nicht ganzheitlich. Die Show ist sehr fokussiert auf die Challenges und einzelne spannend inszenierte Aktionen sowie Training. Kandidat Jürgen hat in einem Insta FAQ erzählt, dass eine Sendung in ungefähr einer Woche aufgezeichnet wird. Leider bekommen wir keinen Eindruck von den täglichen Abläufen wie Training und Ernährung.

Aber nun weiter mit der Sendung. Es geht weiter mit der Challenge. Die beiden Teams müssen schweren Ball in der Staffel den Berg hoch schieben. Es gibt 6 Läufer pro Team und der/die Letzte hat natürlich die längste Strecke. Team Blau bekommt es besser hin die Positionen zu besetzen und gewinnt auch beide Runden deutlich. Alles nicht so spannend, aber es war so typisch Reality-TV das auch das Kotzen der erschöpften Kandidatin auf Kamera festgehalten werden muss. Die Differenzen werden etwas größer gemacht als sie sind und letztlich einmal kurz thematisiert nachdem Team Rot die Challenge verloren hat. Sehr spannend war wie Chante und Carina mit dem Rücken zur Teambesprechung ihre Meinung zu den Differenzen parallel in eine andere Kamera sprachen. Es wirkte zumindest so oder vielleicht war der Cutter gut drauf.

Als nächstes dürfen alle Kandidat*innnen einen Tisch mit Junkfood und zuckerhaltigen Getränken begutachten. Das führt erstmal dazu, dass sie Kommentare machen wie: “Das würde ich jetzt gerne essen”. Nun müssen einzelne aus den Lebensmitteln ihren Tagesbedarf zusammenstellen. Es wird schnell sichtbar, dass die Kandidat*innen wenig Gefühl dafür haben wie viel Kalorien einzelne Speisen haben. Es werden einige Tage aus den Ernährungstagebüchern exemplarisch vorgestellt. Wir hatten allerdings an diesem Punkt viele Fragen und finden, dass die Kandidat*innen ehr als dumm dargestellt wurden. Fakt ist, dass Ernährungswissen gerade auf der wissenschaftlichen Basis im Allgemeinen eher weniger verbreitet ist und die Mehrheit der Menschen wohl eher nach Glaubenssätzen und der Wahrnehmung des eigenen Körpers seine Ernährung gestaltet.

Für uns ist auch fraglich, ob die Zuschauer etwas von dieser Situation mitnehmen können, außer viel Junkfood und zuckerhaltige Getränke sehr maßvoll zu genießen. Der angesprochene Grundumsatz ist schwierig, da er nicht näher definiert wird. Geht es um den Grundbedarf ohne Bewegung oder geht um den Grundumsatz an einem regulären Arbeitstag oder im Alltag. Zudem werden die verschiedenen Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Ballaststoffe) nicht thematisiert. Es wird interessant, ob es in Zukunft noch weitere Blöcke gibt, in denen sich mit der langfristigen Ernährungsumstellung auseinandergesetzt wird.

Die Spiegel sind einfach pures Self-Shaming. Es scheint primär einem inszenatorischen Nutzen zu haben. Die Konfrontation mit dem eigenen Körper an sich kann schon hilfreich sein. Allerdings schaffen die vielen Spiegel und die dunkle Atmosphäre eher einen negativen Eindruck. Beim Sport fallen wieder diese gleichförmigen Zukunftsbilder auf.

Als letztes kommt das Wiegen. Wir haben uns gefragt warum die Teilnehmer immer ihr Oberteil ausziehen müssen. Für das Gewicht macht das wohl kaum einen Unterschied. Für den Voyeurismus des Zuschauers muss das nicht sein. Eine Moderation in der von Chantes “unglaublichen 122kg” gesprochen wird, fanden wir einfach unpassend und unnötig dramatisierend. Und letztendlich ist der Fokus auf die Gewichtsabnahme und nicht die gestiegene Fitness der Teilnehmer*innen schon schwierig, weil ein geringeres Gewicht eben nur ein Faktor für ein gesundes Leben ist.

In diesem Sinne, bis zur nächsten Woche.





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