Warum ich ein Gratis Workbook für deine Selbstliebe Routine geschrieben habe

Vorab eine kleine Warnung: es geht in diesem Beitrag um Stigmatisierung vom Thema Therapie und um das Thema mentale Gesundheit. Wenn du nicht gut mit diesem Thema umgehen kannst, dann empfehle ich dir, diesen Artikel nicht zu lesen. Und ein weiterer Hinweis: mein kleines digitales Buch ersetzt keine Therapie oder sehe Sorge. Wenn du Hilfe brauchst, dann hol dir bitte diese Hilfe. Ich beschäftige mich zwar seit vielen Jahren mit dem Thema, hab sehr viele Bücher aus wissenschaftlichen Bibliotheken gelesen, mich weiter gebildet, mich ausgetauscht in diesem Bereich. Aber das, was ich dir gebe sind Anregungen und Denkanstöße und auch kritisches Hinterfragen. Dieses Buch habe ich quasi nicht allein geschrieben. Es ist durch viele Konversationen und Austausch und sich beschäftigen mit diesem Thema entstanden und es kann die Anreize geben. Aber es gibt nicht den einen Weg zur Selbstliebe. Du bist für dich der beste Maßstab, ob etwas für dich funktioniert oder nicht und wenn du das Gefühl hast, dass du dir unsicher bist, dann hole dir gerne Hilfe und frag im Bereich Seelsorge oder Therapie, ob dieses digitale Buch für dich und deinen Heilungsweg hilfreich ist oder du vielleicht etwas anderes versuchen solltest.

Einfach mal ein Buch geschrieben…warum?

Warum ich kein Fan von guten Vorsätzen bin? Weil ich denke, dass wir alle für uns das beste tun können, wenn wir nicht nur einmal im Jahr darüber nachdenken, was wir die nächsten zwölf Monate machen wollen. Sondern wenn wir immer wieder zu uns selbst finden und selbst reflektieren. Und so ist es auch entstanden, dass ich mich im Dezember und auch schon im November viel mit mir auseinandergesetzt habe. Dem vorausgegangen ist eine persönliche kleine Krise, wie sie eben ab und zu mal vorkommen kann.

[CN Stigmatisierung von mentaler Gesundheit, Suizid]

In dieser Zeit im November hatte ich ein Gespräch mit einer Freundin, die so gar nichts mit sozialen Medien am Hut hat, aber die mich noch mal darauf hingewiesen hat: in meiner Heimat in der Nähe von Cuxhaven im Elbe-Weser-Dreieck, da ist definitiv große Problematik, einen guten Therapieplatz zu bekommen ohne Wartezeit. Ich kenne Menschen aus dieser Gegend, die auch mal eben 80 oder 100 km zum nächsten Therapieplatz fahren und die auch definitiv darauf angewiesen sind, dass sie ein Auto dafür haben. Und dazu kommen noch die Vorteile gegenüber Therapie, die ist leider noch immer in meiner Heimat gibt. Viele stellen sich Therapie im stationären Bereich wie „Wegsperren“ vor und es gibt diese verrückten Geschichten, die Menschen als Helden darstellen, die ihre Probleme beenden statt sich Hilfe zu suchen. Nicht nur in Form dieser Erzählungen von alten Nachbarn findet sich dieses Misstrauen wieder. Nein, auch in der alltägliche Sprache ist es präsent und vielleicht auch ein Grund, warum ich persönlich Todesangst, wirklich Todesangst vor meiner ersten Therapie hatte. Aussprüche wie „du bist dumm“, „du bist irre“, „ dich sollte man Wegsperren und den Schlüssel wegschmeißen“, „ sag noch ein Wort und ich rufe in der Deppstedt (Dort ist die nächste stationäre Einrichtung von meiner Heimat aus gesehen)“, „ du gehörst in die Gummizelle“ usw gehören einfach nicht in unserem Sprachgebrauch, denn sie sind ableistisch. Und gerade diese kleinen Aussagen, oftmals natürlich in Streitsituationen genannt, sind die Aussagen, die mir persönlich krasse Angst vor Therapie gemacht haben und die mir mindestens ein bis zwei Jahre meiner Therapie zwischen 2013 und 2015 in meiner Anfangszeit das Gefühl gegeben haben: ich bin jetzt kein vollwertiger Mensch mehr. Ich bin jetzt nur noch der Mensch, der Therapie macht. Die Person die nicht stark war und es nicht alleine geschafft hat und genau das ist es nicht.

Zwischen Wellnesswirrwarr und ernsten Problemen

Glücklicherweise bin ich in der Position, dass ich mit so einem Buch Geld verdienen kann, aber es in diesem Fall nicht machen muss. Ich hab einige gute Kooperationen im letzten Jahr gehabt und die sorgen dafür, dass du dieses Buch gratis bekommen kannst. Es wird eine erweiterte Version geben mit Audio Buch in einigen Wochen. Ich hoffe, ich bin bis April fertig. Deswegen wäre es schön, wenn du mich auf sozialen Medien unterstützen kannst, an erster Stelle Instagram – denn wenn ich Geld mit Kooperationen verdiene, dann habe ich auch die Möglichkeit, weiterhin gratis Content mit Mehrwert zu machen.
Mir ist es allerdings wichtig, dass ich nicht einfach irgendwelche Gedankengänge poste ohne euch vorher deutlich zu sagen: meine philosophische und auch kritische Herangehensweise an das Thema Selbstliebe und mentale Gesundheit als Aktivistin ersetzt keine Therapie. Und ich kann dir auch definitiv nicht sagen, was das richtige für dich ist. Denn jeder von uns ist verschieden, bringt seine eigene Geschichte mit. Wenn du irgend jemanden siehst, der dir sagt: auf diesen einen Weg bekommst du auf jeden Fall mehr Selbstliebe. Dann gebe ich dir ein Rad, nimm deine Beine in die Hand und Lauf. Denn dieses Versprechen ist einfach nur unseriös.

Mir ist es total wichtig, auch mal hinter Begriffe zu schauen, die sehr inflationär auf sozialen Medien genannt werden. Dazu gehört beispielsweise Body Positivity, dieser Begriff stammt eigentlich aus der Fat Acceptance Bewegung. Für den aktuellen Gebrauch nach der semantischen Verschiebung gibt es eigentlich einen sehr guten deutschen Begriff: Körperakzeptanz.

Ein anderes Beispiel dafür, dass auch es glücklicherweise in das Workbook geschafft hat, ist der Begriff „inneres Kind“. Denn es wird gerne mal so dargestellt, als sei das ein Begriff, der eine feste Definition im Lexikon hat. So ist es aber nicht. Es gibt verschiedene Therapiekonzepte, wo verschiedene Konzepte vom inneren Kind ein Teil sind. Und diese Konzepte sind zum Teil sehr verschieden. Und das ist eine große Problematik in unserer heutigen Wellness Kultur. Es gibt große Probleme von kulturelle Aneignung und Verfremdung von Praktiken wie Yoga, Tantra und vielen spirituellen Praktiken. Ebenso gibt es halt die Problematik, dass therapeutische Konzepte genommen werden und stark vereinfacht werden. Und natürlich gibt es viele Dinge, die du für dich tun kannst und die dir helfen kann. Das möchte ich auch niemanden absprechen. Allerdings fehlt mir immer wieder etwas in dieser community: Erstens wo sind die Quellen? Zweitens, wo ist das kritische Hinterfragen, der Begriffe die man nutzt? Gerade im Bereich Coaching und Dienstleistungen und Produkte, wo Menschen hauptberuflich ihr Geld mit dem Thema Wellness und Spiritualität im weitesten Sinne verdienen würde ich mir auch wünschen, dass sie diese Arbeitszeit auch zur Weiterbildung nutzen und sich selbst und ihre eigenen Begriffe kritisch hinterfragen und im Zweifelsfall erst einmal definieren, bevor sie diese in der Praxis anwenden.

denn Person Nummer eins sieht das Thema Selbstliebe vielleicht mehr als so eine Pyramide und du musst von Level zu Level springen. Ich sehe Selbstliebe eher als eine Art Mindmap. Es ist wie ein kleines Spinnennetz, wo es verschiedene Teilbereiche gibt wie Selbstreflektion und Selbstfürsorge, die sich alle gegenseitig beeinflussen. Und dieses kleine Spinnennetz kann auch bei jedem anders aussehen. Ich bin so beseelt und glücklich, wenn ich Sport mache. Insbesondere Aqua Fitness ist mein neu entdecktes Joyful Movement. Mir ist es vollkommen egal, ob ich das für mich alleine oder in der Gruppe machen. Mein Equipment zum alleine Workout machen ist auch schon auf dem Weg zu mir. Ich bin einfach in the zone. Ich grinse wie ein Honigkuchen Pferd, ich hab so Bock. Und die nächste Person findet es halt vielleicht unglaublich Scheiße und geht lieber auf den Crosstrainer. Mag ich persönlich nicht, weil ich keine Geräte Marc, die mir irgendwelche Zahlen anzeigen. Ich löse das dann so, in dem ich einfach ein Buch drauflege. Hab ich so im Studium gemacht in Göttingen, aber eigentlich auch nur, weil ich nicht Zeit hatte für Sport und lesen und deswegen musste ich dann damals beim Sport lesen bei 1000-5000 Seiten pro Woche lesen und vorbereiten.

Selbstliebe, das ist die Beziehung zu dir selbst und du weißt es auch aus anderen Beziehungen: jeder ist anders, jeder definiert Liebe und wie man Liebe ausdrückt für sich anders.

Was kommt in der erweiterten Version?

Ich stelle euch jetzt natürlich 50 Seiten gratis zur Verfügung und ja, ich habe auch da drin Werbung für ein paar andere Leute gemacht. Diese Menschen haben übrigens dafür nichts bezahlt. Das sind einfach Empfehlungen meinerseits, Leute und Unternehmen, die man gerne unterstützen kann.

Dadurch, dass ich leider im Schreibprozess mir einen Finger verstaucht habe, konnte ich leider gar nicht so viel schreiben, wie ich wollte. Ich schreibe aber aktuell schon an einer großen Version, die so um den Dreh 100 und wenn ich gut drauf bin 200 Seiten mehr haben wird. Dass ich diese Version, in der dann noch mal einige 100 Arbeitsstunden mehr stecken nicht gratis herausgeben kann, ist hoffentlich für euch okay. Allerdings dachten wir uns: wir möchten gerne Inklusiv sein. Wir möchten auch gerne Menschen die Möglichkeit geben, die nicht so im Lesen drin sind, dieses Buch zu hören statt zu lesen. Und deswegen werden wir gratis zu dem Buch eine Audioversion herausgeben. Und damit es nicht langweilig wird, werde ich nicht nur eins zu eins das Buch vorlesen, sondern es eher wie einen kleinen exklusiven Podcast rund um die Themen aus dem Buch gestalten.

Ich denke, im April oder spätestens im Mai bin ich fertig damit. Ich freue mich schon sehr darauf, dass ich noch zu allen Themen ein bisschen mehr Hintergrundwissen geben kann, dass auch noch einige Kapitel dazu kommen. Und das ist auch eine gute Vorbereitung ist darauf, dass ich ein sehr ausführliches Buch schreiben möchte. Aber: ein Projekt nach dem anderen.





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