„Ich glaube, ich bin hier in der Irrenanstalt.“ – Warum GNTM 2021 Kandidatin Chanel damit eine Ohrfeige an jeden verteilt, der Probleme mit mentaler Gesundheit hat

Mir ist es ehrlich gesagt egal, wer wen bei Germany’s Next Topmodel blöd anmacht. Das ist so, seitdem ich jugendlich bin, dass es immer Zickenkrieg gibt und du weißt eben nicht, wie “echt” das Ganze ist. Es geht also nicht darum, die Kandidatin Chanel zurecht zu weisen oder beleidigen. Aber sie hat eben ein Statement gemacht, dass man auch hier bei Promiflash zitiert lesen kann, dass mich persönlich schockiert hat:

„Was ist denn in deinem Hirn falsch? Ich glaube, ich bin hier in der Irrenanstalt.“

Das hat Chanel zu ihrer Mitkandidatin Soulin gesagt, nachdem diese einen Job bekommen und Chanel über sie gelästert hatte. Und Soulin hatte erfahren, dass über sie gelästert hat und ein Machwort gesprechen. Wenn dich das interessiert, dann kannst du dir die Folge ansehen.

Unser Bild der psychiatrichen Klinik

Es ist schon nervig und grenzwertig, wenn gelästert wird, das mochte ich nie an Germany’s Next Topmodel. nie, aber anscheinend hat das ja seine Fanbase … Was mich persönlich allerdings über die Kandidatinnen hinaus beschäftigt an der Aussage mit den Irrenhaus, dass diese Sendungen Millionen Menschen sehen mit der Hauptzielgruppe junge Frauen. Sprache ist mächtig und erzeugt Bilder im Kopf. Woran denkst du, wenn du die Wörter “Irrenanstalt”, “Klapse”, “wegsperren” hörst?

Wenn man beifreien Bilddatenbank Unsplash den Suchbegriff “asylum” eingibt, kommen im Grunde genommen nur ein paar Bilder aus Lost Places. Bei “therapy” hingegen neben ein paar Bildern, die nach Gesprächstherapie und mentaler Gesundheit aussehen vor allen Dingen Bilder von Wellnessanwendungen.

Und an welche Filme und Serien denkt man? Vielleicht das Umerziehungslager für Homosexuelle in der zweiten Staffel Riverdale? Shutter Island? Die zweite Staffel American Horror Story? Das PC Spiel Arkham Asylum?


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Unser Bild von stationärer Therapie, ob nun in den Medien oder im Sprachgebrauch wie bei der Aussage dieser GNTM Kandidatin, ist geprägt von Bildern, die nicht zeitgemäß sind. Menschen in deutschen Kliniken werden nur noch sehr, sehr selten in Gummizellen gesperrt oder fixiert, Menschen in offenen Stationen können sich auch komplett frei bewegen außerhalb ihres Zeitplans in der Therapie und so in die Stadt gehen, Minigolf spielen oder machen, worauf sie auch immer Lust haben. Kontakt zur Außenwelt ist für die meisten erlaubt, es ist von der Einrichtung wie ein Krankenhaus mit Gemeinschaftsräumen für die, die in ihrer Freizeit Spielen, Puzzeln oder Fernsehen, es ist natürlich auch eine Zeit, die aufwühlt, ich beschreibe deswegen dasGefühl dort wie “in Watte” zu sein. Du kannst für dich entscheiden, wie viel Kontakt zur Außenwelt dir gut tut. Du bist weg von Zuhause, du brauchst dir nicht Sorgen machen, denn du arbeitest oder studierst nicht nebenbei. Die stationäre Therapie gibt immer mehr oder weniger etwas Tagesstruktur, du hast Möglichkeiten wie Ergotherapie und kannst Malen, Körbe flechten, Vogelhäuser bauen. Je nach Therapie hast du auch Gruppentherapie, Psychoedukation, also Unterricht, der z. B. erklärt, was Depressionen mit dem Hirnstoffwechsel machen und wie ein Antidepressium dort eingreift. Es ist immer verschiedenen, jede Klinik, jede Therapie, jede Station ist anders.

Und ich frage mich leider: Warum weiß das keiner? Warum redet keiner darüber? Ist es mit so viel Scham verbunden, dass es anscheinend nur diese klischeehaften Bilder aus Fernsehen und Film in unserem Kopf gibt.

Kleiner Exkurs, Warum es wichtig ist, nicht mehr Wörter wie “Klapse” oder “Irrenhaus” zu verwenden

In der Sozialpsychologie spricht man vom “impliziten Eindruck”. Je nachdem, wie positiv oder negativ du beispielsweise etwas über eine Person durch andere erfährst, wirst du das abspeichern und einer Person auch begegnen.

Stellen wir uns vor, du kennst Anna nur flüchtig, ihr seid auf einer Schule, aber kennt euch kaum. Einige Freund*innen von dir sind mit ihr in einer Klasse oder belegen zusammen Kurse mit ihr.

Szenario A: Deine Freunde, denen du voll vertraust, erzählen dir, wie korrekt Anna ist. Dass sie anderen bei Hausaufgaben hilft, andere verteidigt und super nett ist.

Szenario B: Deine Freunde, denen du voll vertraust, sagen dir, was für eine miese Person Anna ist. Sie hat Scheiße gebaut und es einem Freund von dir angehangen, sie soll lästern und manipulieren. Sie hat ihren Freund betrogen und geht fremd, hat einen schlechten Ruf, ist unzuverlässig und versetzt Leute, verpetzt Leute, die in Klassenarbeiten einen Spickzettel nutzen.

Anna bittet dich darum, ihr bei der Organisation vom Abschlussball zu helfen? Würdest du bei Szenario A anders reagieren darauf als bei Szenario B?

Ich bin ehrlich, ich würde es. Denn mein Eindruck von Anna ist ja bei Szenario B definitiv, dass ich vorsichtig sein sollte, auch, wenn ich nie mit ihr persönlich ein Wort gewechselt habe.

Der “implizierte Eindruck” lässt sich nicht nur auf Menschen beziehen, sondern eben auch auf Ideen. Für mich als Plussizemensch ist es nicht selten, dass Menschen auf Instagram glauben, ich sei faul und fett und mein Lebensziel ist abnehmen. Warum?

Die Idee “dicke Menschen” in Medien und auch im täglichen Umgang miteinander wird von kleinauf geprägt. Das beginnt schon mit Mamas Mahnung “Iss nicht so viel Süßigkeiten, sonst wirst du dick und fett.” In Filmen und Serien sehen wir de lustigen, faulen, dummen Dicken. Ganz schlimme FIlme wie “Schwer verliebt” oder ehemals Dicke mit Komplexen wie Monica in “Friends” oder Schmidt in “New Girl”, die schlank geworden sind und trotzdem noch immer Probleme haben mit ihrer Vergangenheit. Das Bild in den Medien ist sehr einseitig. Bei manchen Filmen oder Serien glaubt man, dass alle Menschen, selbst die Statisten, maximal Größe 38 tragen. Und gibt es mal jemanden im Cast wie in “Pitch Perfect” oder “Brighterton”, dann werden diese Frauen als “Die Dicke aus …” betitelt. Du siehst, diese Gedanken sind tief in uns und werden auch immer wieder reproduziert.

Und leider ist es genauso, wenn nicht sogar schlimmer mit dem Bild von Therapie und stationärer Therapie. Ich untertreibe nicht, wenn ich sage, dass mehr als jeder Zweite, vielleicht sogar Zweidrittel meines analogen Umfelds war oder ist in Therapie, viele davon auch stationär. In den meisten Fällen war der Auslöser ein schlimmes Ereignis, ein Todesfall, ein gewaltätiger Übergriff, ein Burnout, eine Kündigung, eine Trennung, eine Nahtoterfahrung. Diese Menschen haben sich nicht ausgesucht: “Joa, ich hab mal Bock auf 6 Wochen Pause vom Leben.” Nein, um in eine stationäre Therapie zu kommen bist du entweder ein Notfall oder du hast auf einen Therapieplatz gewartet.

Wenn wir immer wieder die Bilder reproduzieren, dass Therapie in einer Klinik eine Optik wie in den 50er, 60er und vielleicht auch noch 70er Jahren hat und es anmutet wie ein Gefängnis mit Horrorfilmästhetik, in der Menschen weggesperrt und gegen ihren Willen festgehalten werden, dann machen wir durch dieses Bild in den Köpfen die Hemmschwelle höher, sich Hilfe zu suchen. Das muss uns noch nicht einmal bewusst sein, aber irgendwo in unserem Kopf haben wir das Bild vom “Irrenhaus” im Kopf und es gibt nur wenige Filme, die ein aktuelles Bild von Therapie malen. Mir fällt nur als Film mit Therapie “To the Bone” ein, ob man Therapie bei “Vincent will Meer” sieht, weiß ich nicht mehr wirklich. Es gibt diverse Filme und Serien, wo Gesprächstherapie gezeigt wird, allerdings meist eher als erzählerisches Stilmittel wie in “Mr and Mrs Smith” oder “Two and a half men”. Oder der Vater in American Horror Story 1. Staffel, der zuhause als Therapeut Gäste empfängt. Aber so ernsthaft eine Therapie unter normalen Bedingungen darstellen? Schweirig …

Vielleicht fallen dir ja Filme ein, in denen Therapie gezeigt wird in einem modernen Kontext?


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Diese Kritik geht nicht an eine GNTM Kandidatin,sie soll ein Anreiz für uns alle sein, über Dinge nachzudenken, die wir manchmal zu leichtfertig aussprechen. Und dieser Fehler ist jedem von uns schon einmal passiert.

Als ich gestern meine Story zu dem Thema gemacht habe, bekam ich einige Nachrichten wie die von @ohhappycafe:

Aber: Was ich gerade trotz alledem nicht ok find ist was auf den beiden Accounts von Linda und chanel abgeht. Zurück „dissen“ ist halt auch nicht ok. Kein faires miteinander. So mit geh sterben etc

Und dem stimme ich absolut zu. Ich persönlich bin in den meisten Fällen kein Fan von Name Dropping, wenn es um Social Media geht, ich schreibe lieber die Person persönlich an, wenn es um konstruktive Kritik geht. Bei Germany’s Next Topmodel und anderen Reality Shows denke ich immer an die Serie “UnReal”. Wir wissen nicht, wie viel maipuliert wird. Ich glaube zwar nicht an Skripts, aber natürlich haben Leute, die hinter den Kameras arbeiten Informationen zu den Kandidatinnen und können Streitsituationen provozieren. Sieht man beispielsweise auch an der Vorschau von nächster Woche, wo die Kandidatinnen Linda und Soulin gemeinsames Pressetraining in Form einer gestellten Pressekonferenz haben, weil die beiden sich nicht verstehen.

Weil es mir leid tat, dass es nur solche “Ich stimme dir zu/du hast recht” Kommentare auf der einen Seite gab und “geh sterben/du bist …” auf der anderen Seite, habe ich mir die Zeit genommen und diesen Kommentar geschrieben. Ich musste ihn sogar kürzen:

“Ich möchte dich nicht beleidigen oder ähnliches, ich möchte dich lediglich darauf hinweisen, dass ich deine Aussagen persönlich sehr daneben von, weil du Dinge gesagt hast wie „Sind wir hier in der Irrenanstalt?“ mit solchen Aussagen stigmatisiert du das Thema mentale Gesundheit und beleidigst jede Person, die sich Hilfe sucht. Ich selbst war schon in stationärer Therapie, weil mein damaliger Freund mich mit einer kaputten Flasche angegriffen hat. Das war nicht witzig und ich brauchte damals stationäre Therapie als safe space, weil ich unter Schock stand. Meine anderen Freunde damals in den zwei Wochen, wo ich dort war, die waren auch das Opfer von Gewalt geworden. Und es ist jetzt nicht wie in der zweiten Staffel von american horror story oder wie im Film Shutter Island, dass Leute weg gesperrt werden in Gummizellen. Du hast einfach diese Aussagen vor ganz Deutschland getroffen und ich finde das sehr schwierig, weil mentale Gesundheit genauso wichtig ist wie physische Gesundheit und du damit jeden diffamierst, der an den Punkt angekommen ist, dass er sieht, dass er Hilfe von anderen braucht, um seine mentale Gesundheit wiederherzustellen das finde ich nicht in Ordnung. Aber ich möchte dich deswegen nicht beleidigen, ich möchte dich einfach darauf hinweisen, weil Sprache ein mächtiges Ding ist und du willst die black lives matter Bewegung und auch durch andere Vorfälle wie bei der WDR Sendung haben wir ja schon einige Beispiele erlebt, wie sorgsam man mit Sprache umgehen sollte und vielleicht aufpassen sollte, was man da reproduziert und in die Welt raus lässt. Und das gilt natürlich genauso für das Thema mentale Gesundheit. Für mich war es damals eine riesen großer Schritt, eine Therapie zu machen, ich hatte wirklich physisch sehr starke Symptome, weil mein eigener Vater mir in meiner Kindheit und Jugend eingeredet hat, dass du kein normaler Mensch bist, dass du versagt hast, wenn du Therapie machst und das ist so tief in mich eingedrungen, darf ich das wirklich dachte. Dass ich dachte: „ich kann jetzt auch sterben, mein Leben ist vorbei, weil ich jetzt kein Mensch mehr bin“ und wie hat mein Vater das geschafft, genau mit solchen Sprüchen.”

Auf den Kommentar von mir gab es einige positive Reaktionen, bevor er von der Teilnehmerin Chanel gelöscht und ich blockiert wurde. Ehrlich gesagt: Ist mir egal, in ihrer Story hat sie sich dazu geäußert, dass sie alles gelöscht hat, was ihr nicht gefällt und ob sie meinen Kommentar überhaupt ansatzweise gelesen hat, ist fraglich. Ich kenne diese Person nicht, sie kennt mich nicht, daher nehme ich das nicht persönlich.

Es ist natürlich schade, da nun andere zumindest unter ihrem Bild nicht lesen können, dass diese Aussage mit der Irrenanstalt schwierig war – egal, in welchen Kontext sie auch geschah, schwierig war. Darauf, dass sie diese Aussage gemacht hat und das Thema mentale Gesundheit, ist sie auch nicht speziell eingegangen, im Grunde genommen geht es sowohl bei Promiflash und auch bei ihrer Story und einen Großteil der Kommentare waren eben zu dem Thema Zickenkrieg und nicht Kritik zum Thema Mentale Gesundheit.

Eine Userin schrieb mir, dass sie es mutig finde, dass ich offen darübr spreche und stolz auf mich sein kann. Ich antwortete:

danke für deine lieben Worte. Ich finde halt wichtig darauf auch hinzuweisen, ganz losgelöst, wer jetzt recht hat und wer nicht, keiner von uns war mit dabei und weiß nicht, wie das Ganze zusammen geschnitten ist. Ich persönlich finde es sehr schade, dass solche Aussagen noch immer getroffen werden, weil wir momentan in einer Zeit sind, wo viele von uns spüren, wie wichtig die mentale Gesundheit ist, jetzt wo viele von uns nicht ihre Familie, ihre Freunde sehen können und die mentale Gesundheit natürlich bei vielen von uns leidet

Es ging also nicht persönlich darum, jemanden an den Pranger zu stellen. VIelmehr darum, dass diese Aussagen getätigt werden und das ein Beispiel von vielen ist.


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Was können wir tun, um mehr Plattform zur Normalisierung von Therapie und Therapieeinrichtungen zu schaffen?

Das sind ein paar Ideen, die mein Mann und ich gestern Abend vor dem Schlafengehen gebrainstormt haben.

  • Mehr Präsenz in den Medien von Therapien und modernen Alltag von Leben mit stationärer und ambulanter Therapie – nicht nur als Hauptmotiv oder McGuffin, sondern als ein normaler Bestandteil vieler Menschen, die so Erlebtes verarbeiten

  • Mehr Dokumentationen über heutigen Therapiebtrieb

  • Mehr Aufklärung zur Wirkungseise von Psychopharmika und Therapiemethoden, um auch so Aufklärung zu schaffen, dass nicht jede Therapie eine analytische Gesprächstherapie ist, wo ein Patient auf der Chaiselongue liegt und der Therapeut schweigend seine Notizen macht, während der Patient über seine Träume oder Probleme spricht.

  • Mehr Wissen zu Symptomen von psychischen Erkrankungen und wie man si erkennt. Interessanterweisehabe ich mir gerade den “Ein gutes Projekt” Planer gekauft und dort steht im ersten Teilsehr viel zum Thema Burnoutprävention und das ganze Arbeitsbuch dient dazu, an einem Projekt zu arbeiten ohne dabei seine mentale Gesundheit zu vernachlässigen. An Selbstfürsorge und präventiven Maßnahmen klebt leider oft ein esoterischer Ruf. Dinge wie Achtsamkeitsübungen, Gedankenreisen oder auch Meditationstechniken werden als Hokuspokus abgetan.

  • Wörter wie “Klapse” “Irrenhaus” “hysterisch” aus dem Wortschatz streichen und sich darüber informieren, was geschichtlich in solchen Institutionen an Unrecht geschehen ist und das stationäre Therapieeinrichtungen seit Jahrzehnten nichts mehr damit gemein haben, was wir eben leider noch immer viel in den Medien sehen.

  • Aufklären darüber, dass es das klischeehafte Bild der Gummizelle oder Fixierung nicht mehr sonderlich oft gibt, dass die meiste Patienten in stationären Einrichtungen sich in offenen Stationen befinden und sich außerhalb ihres Tagesplans frei iaußerhalb des Geländes bewegen können. Dazu kann auch jeder Beitragen, indem er_sie, wenn er_sie sich traut über eigene Erfahrung berichtet. Ich selbst überlege momentan sehr stark, ob ich meine Erfahrungen “in Watte” nicht einfach mal in einem kleinen Ebook festhalte. Es werden wahrscheinlich keine 200 Seiten, aber es war auf jeden Fall eine sehr nervenaufreibende Zeit in meinem Leben und keiner, der davon weiß, hat mich je verurteilt dafür, dass ich meine Therapien hatte, im Gegenteil, ich bin sehr daran gewachsen.

  • Menschen, die offen über Therapie reden nicht exotisch darstellen oder problematisch darstellen – denn es gehört schon allein viel Mut dazu, zu merken, dass man alleine nicht mehr weiter kommt und man externe Hilfe benötigt. Dadurch, dass wir so etwas nicht als normal ansehen, machen wir es Betroffenen schwieriger.

Vielleicht hast du ja auch noch Input, wie man positiv zu dem Thema beitragen kann.

Mentale Gesundheit gleichwertig wie körperliche Gesundheit behandeln. Das heißt auch im Folgeschluss, dass du jemanden mit Worten genauso verletzten kannst wie mit einem Fausthieb. Und eigentlich haben wir das alle irgendwann in der 5. oder 6. Klasse in WUK oder GSW oder Werte und Normen auch schon zur Genüge gehört. Aber irgendwie damals zu einem Ohr rein und dann wieder raus, weil Pubertät und so.

Das Thema ist schwierig und komplex und ich weiß, dass es viele gibt, die nicht über das Thema Therapie offen sprechen wollen und das finde ich okay. Jeder sollte so handeln, dass man sich dabei wohlfühlt und keine Angst vor negativen Konsequenzen haben muss. Wir müssen uns vor Augen führen: Wenn wir nicht sehen, dass es eine Veränderung in der Gesellschaft gibt, dann müssen wir vielleicht die Veränderung sein, die diese Welt braucht.




2 Antworten zu „„Ich glaube, ich bin hier in der Irrenanstalt.“ – Warum GNTM 2021 Kandidatin Chanel damit eine Ohrfeige an jeden verteilt, der Probleme mit mentaler Gesundheit hat“

  1. So ein wichtiger Beitrag✌️

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  2. Vllt ist das für GNTM ein Wink mit dem Zaunpfahl, wer nicht so gut mit Kritik kann und nicht so weit oben auf die Plätze sollte …. Wow, Kritikfägigkeit gleich null würde ich da sagen…… Ich hab die Story auch gesehen und dachte echt: "wow, eigentlich bist du mir egal, es tut mir sogar leid, wenn du solchen Hate abbekommst, aber das macht dich echt unsympathisch. Ich hätte es gut gefunden, wenn sie deinen Kommentar nicht gelöscht hättest …. lso ich verstehe nicht, warum diese Sendung nicht auf psychischen Stress und sowas ausprobiert, das wäre doch mal ganz cool"…

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