Vielleicht kennst du Instagram, vielleicht auch nicht, aber bist interessiert. Was aber eine Sache ist, dieich von beiden Seiten kenne, ist das THema Kooperationen auf Instagram. Ich möchte niemanden persönlich und konkkret mit diesem Blogpost zu nahe treten, aber auf beiden Seiten gab es in der Vergangenheit Menschen, die sehr planlos und blauäugig an das Thema herangegangen sind. Und – warum auch immer – gab es bislang keinen guten Blogpost zu dem Thema, der einen Ablauf einer Kooperation von beiden Seiten neutral beschreibt.
Dies hier ist ein Beispiel für eine Kooperation. Eine Kooperation kann, muss aber nicht so laufen. Aber so lief es in den letzten Jahren meistens bei mir, manchmal ging diese Intiative, das Schema F zu nutzen auch von mir aus.
Teil 1: Das Beschnuppern
A: Hallo, ich bin ein Unternehmen.
B: Und ich bin ein Content Creator. Sagen wir, ich habe einen eigenen Blog und Instagram.
A: Entweder ich gehe von mir aus auf den Creator zu, weil mir sein Inhalt gefällt oder auch seine Reichweite.
B: Oder ich gehe auf das Unternehmen zu, weil ich das Unternehmen bereits kenne und die Produkte gerne nutze oder interessiert bin an einer Zusammenarbeit. Ich persönlich schreibe übrigens nur Unternehmen gezielt und nicht massenhaft an, denn ich kann ja nicht für 20 Bekelidungsmarken oder 5 CBD Öle gleichzeitig werben, das wäre unauthentisch und daher muss ich abwägen.
A: Ich möchte natürlich wissen, wie die Statistiken sind von der Person. Das ist wichtig für die Frage, wie viel Budget ich einplanen sollte.
B: Deswegen schicke ich aktuelle Screenshots und eventuell eine Portfolio, wo man dann auch Arbeitsproben von mir sieht und was ich alles machen kann. In meinem Fall ist das neben Fotografie ohne einen externen Fotografen auch Videos, Mixed Media und Illustrationen. In meiner Portfolio kann man auch über meine Werte lesen, so weiß das Unternehmen alles Wissenswerte über mich ohne stundenlang auf meinem Blog oder auf meinem Instagramprofil recherchieren zu müssen. So weiß das Unternehmen gleich, ob diese Werte auch mit den Unternehmenswerten übereinstimmen.
Teil 2: Das liebe Geld oder doch Bartering Deal (also Content gegen gratis Produkte)?
A: Ich gucke mir natürlich an, ob das von den Zahlen her passt und was ich gerne dieser Person zahlen möchte und was im Budget ist.
B: Und ich werde gegebenenfalls eine Liste mit Preisen oder verschiedenen Paketen Schnüren, beispielsweise prüfen, ob ich Shootings an besonderen Orten anbiete und wenn ich für eine Kooperation extra reisen muss oder ein Studio oder eine Ferienwohnung anmiete, dann sind das natürlich Produktionskosten, die das Unternehmen tragen muss. Denn ich weiß, viele Untenehmen möchten für Gratisprodukte Content, aber nein, ich möchte gerne mit Geld und nicht mit gratis Lippenstift für meine Arbeit bezahlt werden.
A: Jetzt verhandeln wir und sehen, ob es klappt.
B: Hier endet in vielen Fällen auch schon die Kommunikation und man kommt zu dem Schluss, nicht zusammenzuarbeiten, wenn das Unternehmen zu wenig oder nichts zahlen möchte. Hier sind bereits eine oder mehrere Arbeitsstunden in Mails geflossen ohne jegliche Bezahlung. Was Konzepte angeht: Ich beschreibe grob meine Ideen, gehe aber erst ins Detail wenn eine Kooperation zustande kommt, da ich schon mehrfach erlebt habe, wie meine eingereichten Konzepte mit 1 zu 1 meinen Texten dann von schlankeren Influencerinnen umgesetzt wurde. Sofern es also zu einer Kooperation kommt, machen wir einen Preis aus und einen Lieferumfang. Das kann heißen “1 Feedpost und 5 Storysnipets + Reminderstory 3 Snipets” oder “Dieser Beitrag sollte eine Reichweite von 5000 erreichen, sofern es weniger ist, poste bitte einen zweiten Beitrag, die Zahl der Beiträge wird addiert.”
Teil 3: Der Vertrag
A: Ich erstelle dafür meistens als Unternehmen einen Kooperationsvertrag. Darin können verschiedene Bedingungen festgelegt sein. Neben dem Lieferumfang natürlich auch andere.
B: In so einem Vertrag kann beispielsweise stehen, dass ich eine gute Qualität von Fotos haben soll, dass ich eine bestimmte Reichweite erreichen muss oder ich im Zeitraum der Kooperation nicht andere Kooperationen zu dem Thema machen darf oder am selben Tag nicht andere Unternehmen in meiner Story nennen darf.
A: Wahrscheinlich werde ich auch noch an diesen Vertrag hinzufügen, was ich mir vorstelle für die Kooperation.
Teil 4: Jetzt konkret planen und produzieren
B: Jetzt könnte ich oder das Unternehmen ein Moodboard erstellen und wir können uns an diesem Moodboard orientieren. Dieser Schritt findet nicht immer statt. Aber er ist dennoch hilfreich, damit man von Anfang an auf beiden Seiten weiß, was erwartet wird und eine Grundlage hat, an der man sich orientieren kann.
A: Was auch nicht vergessen werden darf bei einem Vertrag: Swipe Up Link, sollen die Stories als Story Highlight gespeichert werden, ob es einen Rabattcode mit oder ohne Gewinnbeteiligung gibt. Oder ob ich den Content verwenden darf als Unternehmen und wenn ja, in welchem Rahmen.
B: jetzt mache ich Content, Shooting, Fotos und reiche die Fotos ein.
Teil 5: Feedbackrunden
A: in dieser Feedbackrunde bin ich nicht mit den Bildern zufrieden und ich bitte um eine andere Location. Eventuell kann aber an diesem Punkt schon dazu übergegangen werden, darüber zu reden, wann veröffentlicht wird. Es gibt übrigens auch Kooperationen, wo wir vorher schon einen Termin festlegen und wo auch die Termine für die Abgabe festgelegt ist und eben der Creator nur noch eine kurze Zeit hat, um neu zu produzieren.
B: also noch einmal von vorne in unserem Fallbeispiel und wir machen neue Fotos.
A: jetzt bin ich zufrieden.
B: zu dem Beitrag reiche ich auch Texte etc ein.
A: ich segne alles ab eventuell gefallen mir gewisse Wörter nicht.
B: hier ein Beispiel für einen Text, den ich zu den Foto schreiben könnte und der bemängelt werden kann: „hast du schon mal ein Kleidungsstück aus 100% für Leinen besessen? Ich persönlich finde ja, dass es nichts besseres gibt bei heißen Temperaturen als ein schönes Kleid aus Leinen. Natürlich knittert ist ziemlich dolle, aber es ist so perfekt für warme Temperaturen und so schön atmungsaktiv. Ich weiß gar nicht, wie ich irgendwelche Plastik Kleider überhaupt noch jemals wieder tragen sollte?“
A: hier bemängele ich, dass ich bitte nicht möchte, dass das Kleid als dolle knitternd beschrieben wird und dass ich eben auch nicht möchte, dass die Formulierung Plastik Kleider leider ver*//t wird, ich möchte stattdessen den Ausdruck verwenden: Kleider aus nicht atmungsaktiven Stoffen.
B: also korrigiere ich den Text und reiche ihn noch mal ein. Wir besprechen auch die Hashtags, vielleicht gibt es bestimmte Hashtags, die das Unternehmen nutzt und gerne möchte, dass diese genannt werden. Diese können auch schon von Anfang an im Briefing genannt werden. Es gibt auch Kooperationen, wo das Unternehmen alles vorgeben möchte. Das sind allerdings Kooperationen, die ich nicht annehmen möchte, weil ich nicht möchte, dass mir jemand anders Worte in den Mund legt. Es reicht, wenn es bestimmte Stichpunkte gibt und ich dann damit arbeiten kann.
A: nun habe ich alles abgesegnet und kann nur noch abwarten.
Teil 6: Veröffentlichung, Auswertung und Bezahlung
B: Ich veröffentliche die Kooperation und wir warten ab, was da kommt.
A: Nach der Kooperation ist allerdings noch nicht die Arbeit getan.
B: Wir werten die Statistiken aus, wir schreiben ggf ein Feedback, tauschen uns darüber aus, was gut läuft und was nicht. Das kann beispielsweise sein, dass durch den Filter von sensiblen Inhalten neuerdings kritische Themen nicht mehr so gut funktionieren die früher auf Instagram. In unserem Fall ist aber das Thema natürlich gut angekommen und bei dem wir auch einen guten Veröffentlichungszeitraum gefunden haben.
A: ich kann anhand der Daten überlegen, ob ich weiterhin zusammenarbeiten möchte oder die Zusammenarbeit vorerst beende oder sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehme.
B: da ich selbständig bin, kann ich jetzt eigenständig eine Rechnung schreiben und sie an das Unternehmen schicken.
A: eventuell ist schon vorab vertraglich festgelegt, dass ich das Geld nach 30 Tagen zahle, anderenfalls kann sie festlegen, wann sie das Geld haben möchte. Oft ist das Geld eben auch wenige Tage nach dem Abschluss der Kooperation überwiesen, sofern die Rechnung vorliegt.
Kurz zusammengefasst kann also eine Kooperation so funktionieren:
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Anfrage, schicken von aktuellen Statistiken und Arbeitsproben, Klärung, ob eine Kooperation zustande kommen kann
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sich auf Bedingungen einigen und Vertrag aushandeln
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nach beidseitigem Unterzeichnen des Vertrages: Brainstorming. Das muss nicht per E-Mail geschehen und das muss auch nicht der Mut baut geschehen, das kann auch beispielsweise über einen Videoanruf oder einen anruf funktionieren oder auch durch ein persönliches Treffen
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Erarbeitung des Contents und erste Feedbackrunde
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gegebenenfalls Überarbeitung von Text oder Content und zweite Feedbackrunde, wenn nötig
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Veröffentlichung
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Auswertung und Feedback, das schicken von Statistiken
Mehr als “einfach mal Produkt in die Kamera halten”
Hierbei möchte ich noch mal betonen, wo die Arbeit von dem Creator ist, damit man auch wirklich weiß, wie viel Stunden Arbeit dahinter stecken:
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Arbeit in Sachen E-Mail-Verkehr, es kann auch durchaus mal mehrere Wochen oder Monate dauern, bis man sich wirklich darauf geeinigt hat, wie und wann und in welchem Rahmen man zusammenarbeitet, vieles läuft auch ins Leere und das sind oft Stunden an Arbeit, die unbezahlt bleiben
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Konzepterarbeitung ist auch nicht zu unterschätzen, es kann eben auch sein, dass nicht das erste Konzept, sondern der erst das dritte oder vierte oder fünfte Konzept zufriedenstellend ist und das kam natürlich in 20 bis 40 Minuten gemacht werden, kann aber eben auch mehrere Stunden dauern.
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Zu der Recherche vor einem Shooting gehört natürlich auch, Locations zu scouten, dafür muss man eventuell auch dort hinfahren, man muss beispielsweise auch gucken, ob man einen Ort fotografieren darf, beispielsweise ist der Eiffelturm bei Nacht tabu, da er urheberrechtlich geschützt ist bzw nicht der Eiffelturm, sondern die nächtliche Lichtshow. Und gegebenenfalls gibt es eben auch Orte, wo man erstmal nachfragen muss, ob man dort überhaupt Fotos machen darf wie beispielsweise in Content Museen wie dem Museum auf Popcorn in Hamburg, wo man natürlich kommerzielle Shootings anmelden muss und wo man dann eben auch mit dem Unternehmen klären muss, ob sie bereit sind, diese Kosten zu übernehmen. Genauso sieht es eben aus, wenn man extra reisen möchte, wenn beispielsweise ein Kunde unbedingt Fotos aus Paris haben möchte oder eben mit einem bestimmten Fotografen zusammenarbeiten möchte oder Fotos in einem Hotelzimmer oder in einem bestimmten Stil haben möchte. Das ist alles sehr sehr sehr sehr sehr Zeitfressend. Aus diesem Grund bin ich auch sehr verliebt in die Cottage Core Ästhetik, denn sie kamen im Grunde genommen bei jedem vor der Haustür stattfinden und man muss nur darauf achten, dass auf den Fotos auch wirklich keinen Strommast oder ähnliches ist.
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Man sollte auch nicht unterschätzen, dass ein Shooting und dessen Vorbereitung Zeit kostet. Man muss alle Geräte laden, Karten lernen, Daten sichern, Zweitkamera mitnehmen, gucken ob alle Akkus aufgeladen sind und auch die Ersatzakkus, alle Karten defragmentieren, Requisiten und Make-up und alle Kleidungsstücke vorbereiten, natürlich auch die Haut vorbereiten, rasieren, hautfarbene Unterwäsche und so weiter und so fort. Das ist meistens bei uns der stressigste Tag, vor allen Dingen wenn wir außerhalb unserer eigenen Komfortzone auf Reisen dann alles auch noch einpacken müssen.
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Auch während des Shootings darf man nicht vergessen, dass man dort zu tun hat. Das Make-up muss nachgebessert werden, das Haar muss gerichtet werden, man braucht eventuell Trockenshampoo, eventuell muss die Kleidung noch mal mit dem Steamer bearbeitet werden.
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Natürlich müssen auch die Fotos gemacht werden. Es kann auch zum Teil sein, dass man mehrere Tage für ein Shooting auswählt und dann guckt, wann das Wetter gut ist. Wir haben es tatsächlich auch zum Teil wirklich so gemacht, dass wir im Auto gesessen haben und chillig und darauf gewartet haben, dass der Regen vorbei ist und in den letzten Minuten vom Regen noch schnell an den Strand gerannt sind um dann nach dem Regen schnell die Fotos zu machen bevor der nächste Schauer kam. Wenn man kein Studio hat und das definitiv ein kleiner Traum von mir in der nächsten Wohnung im nächsten Jahr, dann ist es gar nicht so einfach mit Fotos machen unabhängig vom Wetter. Fast ein Ding der Unmöglichkeit und deswegen empfehle ich jedem Menschen da draußen, der gerne Geld verdienen möchte mit Fotos, dass er sich entweder eine sehr coole fancy Wohnung anschafft oder einfach eine kleine Fotoecke.
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Mit den Fotos ist die Arbeit nicht getan und, das mit nervigste und zeitintensiv ist, was aber auch sehr entspannend und meditativ sein kann ist dass ich den von Fotos und natürlich auch das bearbeiten. Dort arbeite ich die meiste Zeit inzwischen mit Snapseed, denn weniger ist mehr und was ich super gerne mache ist, dass ich Fotos an einer Location oder in einem look von einer gewissen Sache gerne immer mit einem Preset behandle und dann nur noch sehr wenig bearbeitet. Allgemein ist weniger mehr in Sachen Bearbeitung, bei der noch ist das etwas, was durchaus eine Zeitlang dauern kann.
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Ich habe das große Glück, dass ich sehr schnell und sehr angenehme Texte schreiben kann ohne große Probleme zu haben. Aber nicht jeder ist so kreativ im Schreiben und dementsprechend ist das auch etwas, was man nicht unterschätzen sollte, denn beispielsweise mein Mann ist sehr sehr langsam im kreativen Schreiben und im Formulieren von Sätzen.
Ich hoffe, es hat dir gefallen, dass ich dir einen kleinen Einblick gegeben habe in die Welt der Kooperationen und was alles dahinter steckt.
Einfaches Storytelling oder hochwertiges Infortainment?
Heute an dem Tag, wo ich diesen Text geschrieben habe habe ich tatsächlich eine sehr interessante Diskussion mit jemanden auf Instagram gehabt und ich war ein bisschen verwirrt davon, denn einerseits hat diese Person gesagt: ich hasse komplizierte Kooperationen, andererseits meinte sie auch: ich finde Kooperationen nur cool wenn sie richtig schönes geniales Storytelling haben.
Ich habe mich gefragt, ob das Ganze nicht widersprüchlich ist? Weil meine Frage in der Story war: wie findest du es, wenn jemand einfach nur in seiner Story sagt Kauf dieses Produkt XYZ, ich tanze hier sexy durch die Gegend, Rabattcode
Bewusst konsumieren – auch im Rabattcodedschungel
Der Gedanke dahinter, die man sich auch vor Augen führen sollte ist: du kaufst nicht nur diese Empfehlung, sondern du kaufst natürlich auch, dass du so gut drauf bist und so sexy durch die Gegend tanzt. Ich habe öfters schon mal Absagen für Kooperationen bekommen, weil ich den Leuten zu dick_fett war. 2018 beispielsweise habe ich von einer großen Schuhmarke, die eben auch sehr bequem und so ergonomische Schuhe macht die Absage bekommen, weil sie wirklich wortwörtlich gesagt haben, sie wollen nicht ungesunde Lebensstandards unterstützen. Also vielleicht habe ich auch noch mal einen anderen Blick auf das Thema Kooperationen, ben mich auf Plattformen wie reachhero für Kooperationen zu bewerben ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, ich bekomme alles abgesagt, sei es nun wegen der Reichweite, die eben nicht hunderttausende umfasst und eben vielleicht auch das ein oder andere Mal nicht, weil sie nicht gerne Ihr Produkt mit jemanden bewerben möchten, der dick_fett ist. Und ja, der ein oder andere Marketingmensch hat mich geradezu dazu motivieren wollen, doch bitte so und so viel abzunehmen, damit ich dann doch auch bitte Ihr Produkt bewerben kann.
Aber genug von meinen persönlichen Erfahrungen. Ich kenne eben auch die andere Seite und muss aus der Sicht von beiden Seiten stehen, dass es mir sehr auf den nicht vorhandenen sagt geht, dass viele Leute sehr wenig Professionalität an den Tag legen, wenn es um eine Zusammenarbeit geht.
Absolute No-Gos, die niht gehen – für Creator UND Unternehmen
Was ich persönlich überhaupt nicht leiden kann, sind folgende Dinge. Sowohl bei Unternehmen, als auch bei Creator:
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wenn sich Menschen plötzlich nicht mehr melden, ich finde es so eine Unart. Selbst, wenn es da einen Personalwechsel gibt, selbst wenn es da Probleme oder Urlaub geht: man kein einer Abwesenheitsnotiz machen, man kann den E-Mail Account von der alten Personen übernehmen und den Kontakt schreiben, dass jetzt jemand anders zuständig ist. Und man kann auch einfach klar kommunizieren, dass eine Zusammenarbeit momentan nicht möglich ist, statt sich einfach gar nicht mehr zu melden.
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Genauso ist es mit unregelmäßigen Kontakt, es ist natürlich auch mal ok, wenn jemand zwei Wochen im Urlaub ist und dann ich ein E-Mail beantworten kann. Aber wenn der Kontakt nicht zustande kommt und sich das Ganze immer weiter zieht, dann ist das natürlich anstrengend.
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Manche Vertragsbedingungen sind einfach ein No-Go. Beispielsweise für gratis Kleidung zu verlangen, dass man Foto Standard hat wie bei einem professionellen Fotoshooting. Dann sollte man auch bitte das Budget dafür liefern, dass die Fotos professionell aussehen und man gegebenenfalls mit einem Fotografen zusammen arbeiten kann oder noch besser: man arbeitet als Model und das Unternehmen kann gerne das Shooting organisieren, denn ein Shooting kostet mindestens eine vierstellige Summe, wenn nicht sogar fünfstellig.
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Ich möchte gerne, dass ein Unternehmen seine Hausaufgaben macht und darüber Bescheid weiß, was seine Ziele sind. Ich kann nicht einem Unternehmen Pakete oder eine bestimmte Ästhetik nahebringen, wenn das Unternehmen nicht weiß, welche Zielgruppe das Unternehmen anspricht, wenn das Unternehmen keine Ahnung davon hat, dass Instagram eher für kurzfristige Werbung ist und so etwas wie ein Blogpost rher für langfristige Werbung
No Gos für Influencer
ich glaube, damit habe ich die schwerwiegendsten Punkte zusammengefasst. Es sind die Punkte, die ich für Unternehmen empfinde und das was ich bei der anderen Seite als nervig empfinde ist folgendes:
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User in Support Gruppen. Ich habe ein zweites Handy, mit denen ich in sehr vielen Support Gruppen drin bin unter falschen Namen und inaktiv. Und ja, ich habe auch mal Supportgruppen genutzt, ich verstehe nicht, wie man es lange dort aushalten kann, denn es ist ja nicht wirklich ehrliche Aufmerksamkeit und kam auch bei mir daher mit homophoben oder Hasskommentaren. Du musst dir einfach bewusst machen, dass wenn du in diesen Gruppen drin bist, dann bist du verbrannt für Unternehmen und jede Art der Kooperation als aktives Mitglied. Ich kenne kaum Unternehmen, die diese Art von Betrug dulden außer vielleicht jene, die selbst diese Gruppen nutzen. Denn du machst einfach deine Reichweite größer durch Manipulation. Und ja, es ist ein Unterschied ob du dich mit fünf anderen in deiner kleinen whatsappgruppe austauscht oder ob du in einer Gruppe mit 500 Leuten drin bist….
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Auch sonstige Manipulation, ich meine, wenn ich sehe, wie innerhalb von 5 Sekunden das like Barometer von 5 Likes auf 1.005 likes geht, dann ist das definitiv kein User, mit dem ich zusammen arbeiten möchte. Unternehmen bezahlen mich ab und an genau dafür, um auszukundschaften, ob ein User auf irgendeiner Art und Weise manipuliert. Dazu muss ich noch nicht mal die Gruppen sehen, die er nutzt, es reicht schon im allgemeinen, wenn man sich die Kommentare anguckt, wenn man beobachtet, wie ein Bild performt und ob es irgendwann mal plötzlich 200 oder 500 oder 1000 likes von einer Sekunde auf die andere gibt. Und immer wieder dieselben Leute kommentieren, ob die Menschen auch bei den anderen Leuten kommentieren, obwohl das ein ganz anderes Genre und vielleicht doch gar nicht deren Interessengebiet ist, ob ein Veganer bei den Hacksteaks immer schreibt, wie lecker er das findet. Das klingt alles sehr banal, aber das sind tatsächlich, wenn man über eine oder zwei Wochen beobachtet tatsächlich gute Indizien dafür, ob jemand manipuliert.
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Flaches Storytelling. Ich möchte gerne, dass ich eine Geschichte um das Produkt erzählen natürlich kann die Geschichte auch sein, dass der Influencer mit seinem Prestige oder seiner Schönheit wird, aber auf der anderen Seite möchte ich bitte auch, dass die Person nicht nur Gezeiten in die Kamera hält
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Klasse statt Masse: ich finde es sehr schwierig, wenn mehr als 50% von den Konten Kooperation sind, im Grunde genommen finde ich es noch besser, wenn je nach Häufigkeit des Uploads, vielleicht auch nur maximal 20% Werbung sind. Und natürlich auch je nach Produkt und Unternehmen wäre es ganz schön, wenn die Person, die die periodenunterwäsche bewerben soll nicht schon mit fünf anderen Unternehmen im Bereich Perioden Wäsche oder mit 20 anderen Spirituosen zusammen gearbeitet hat, wenn es jetzt noch die 21 vorstellen soll.
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Unzuverlässigkeit und schlechte Kommunikation ist natürlich auch hier etwas, was absolut nicht sein sollte. Das geht doch auch nicht sonderlich viel zu sagen. Natürlich kann immer irgendwas passieren wie das die Oma stirbt oder man uns sieht oder dass irgend jemand in der Familie krank wird. Aber auch das Thema kommunizieren.
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Hassrede und das ist ein Punkt, den ich absolut wichtig und schlimm finde. Denn es gibt eine online Drogerie, wo man lecker Snacks und nussmus kaufen kann und die haben sich geleistet, dass es ihnen ziemlich egal ist in welcher Art und Weise Werbung für sie stattfindet, sie machen Werbung mit vielen Podcast, aber auch mit YouTubern. Und ich habe tatsächlich ein Video gesehen, wo einfach sehr zweckentfremdet eben Werbung für dieses Unternehmen gemacht wurde und wo ich einfach sagen kann: ich möchte dieses Unternehmen nicht unterstützen, wenn es ihnen so scheißegal ist, dass da ein Creator eine andere Person des öffentlichen Lebens persönlich angreift und absoluten Dünnschiss redet, Dinge in diesem Video behauptet wie „es gäbe keine patriarchalen Strukturen in unserer Gesellschaft“ und man einfach diesen Video anmerken, dass die gesamte Recherche daraus bestand, den ersten Google Treffer sich einmal für 5 Sekunden anzugucken. Genau genommen ist das ein Kritikpunkt an beiden, Unternehmen und creator. Aber ich bin der Meinung, sowohl Unternehmen als auch Creator können Sie es sich nicht mehr leisten, unpolitisch zu sein und umso mehr kann es auch ein Unternehmen sich nicht leisten, Flagge zu zeigen, wenn ein Kooperationspartner schwierigen Content verbreitet.
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Guck erstmal bevor du ein Unternehmen an schreibst darauf, ob du zu diesem Unternehmen passt. Ich beispielsweise bin jetzt nicht so der Fan von Lederschuhen oder von Hardcore alkoholischen Getränken mit fancy Blattgold drin, deswegen mache ich auch keine Kooperationen in diese Richtung. Guck bitte nach einerseits in Dingen, die zu dir und deinem Lebensstil und eben auch zu dem, was du auf Instagram repräsentierst passt. Und guck bitte andererseits, dass du vielleicht auch zu der Zielgruppe von diesem Unternehmen passt. Denn es ist ja schön und gut, dass du dieses Produkt magst, wenn aber Herren ab 50 die Zielgruppe sind und du diese Leute überhaupt nicht ansprichst, dann ist das leider sehr unpassend.
Ich habe euch jetzt vollkommen aufrichtig aus dem Nähkästen einiges erzählt, was sonst leider wenig besprochen wird. Ich hoffe, ihr könnt einen Mehrwert daraus ziehen.







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